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KSV mit Vorbild Heidenheim

HNA vom 02. März 2010
Löwen wollen sich von Ausfällen und Punkterückstand nicht beeindrucken lassen.
HNA vom 02. März 2010
KSV Hessen Kassel - FC Bayern Alzenau: Kevin Wölk
Verletzt und genervt: Regisseur Kevin Wölk.
Foto: Harry Soremski

Von Frank Ziemke

Kassel. Es sind jetzt neun Punkte. Die ausgefallenen Heimspiele gegen 1860 München II und den SSV Ulm haben den Fußball-Regionalligisten KSV Hessen Kassel in der Tabelle erst einmal ins Hintertreffen geraten lassen. Spitzenreiter VfR Aalen hat 2010 bereits zweimal gespielt - und zweimal gewonnen. Auch die Reserve des 1. FC Nürnberg konnte zwei Partien austragen. Resultat: vier Punkte.

Die Löwen aber mussten zuschauen. Und sind nun erst einmal weit weg von der Spitze. Um eben jene neun Punkte. Ein Nachteil?

Für die Spieler hat es zumindest erst einmal einen kleinen Vorteil. „Die lange Trainingszeit wird immer zäher. Ich habe den Jungs deshalb heute einen Tag frei gegeben", erzählt Trainer Mirko Dickhaut gestern. Einer, der das trotzdem nicht recht genießen konnte, ist Kevin Wölk. Der Spielmacher hat sich im Training am Freitag eine Bänderdehnung zugezogen. „Wenn wir gespielt hätten, dann wäre das nicht passiert", sagt er.

Die Spielausfälle und die mangelnden Trainingsmöglichkeiten, jetzt noch die Verletzung - all das macht dem Regisseur zu schaffen. „Ich bin richtig genervt", sagt er. Die Erfolge der Konkurrenz hellen die Laune auch nicht gerade auf: „Es ist blöd, zusehen zu müssen, wie Aalen gewinnt", findet er. Stürmer Thorsten Bauer geht das genauso: „Wir können nicht eingreifen, und die anderen holen ihre Punkte." Beide sind sich einig: „Der Druck wird angesichts des Rückstandes natürlich etwas größer."

Den Kopf in den Sand stecken wollen die Löwen deshalb aber nicht. „An einem hat sich ja nichts geändert", sagt Bauer, „wenn wir aufsteigen wollen, dann dürfen wir uns so oder so kaum noch Ausrutscher erlauben." Und Kevin Wölk hofft auf einen Lauf. Auf die englischen Wochen, die irgendwann kommen, freut er sich ohnehin: „Ist doch besser als trainieren", findet er. Der erhoffte Lauf soll dann helfen bei der angepeilten Aufholjagd, für die beiden KSVern sofort ein Vorbild einfällt: „Heidenheim hat es uns im letzten Jahr vorgemacht", sagen Bauer und Wölk.

Der spätere Aufsteiger hatte letzte Saison zu Jahresbeginn drei Spiele im Rückstand gelegen - und ausgerechnet den KSV noch überholt.

 

Veröffentlicht: 02.03.2010


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